Mein Lesemonat Februar 2017

dscn7689.jpgDer Februar stand für mich ganz im Zeichen der klassischen Literatur. Ich versuche zwar, jeden Monat mindestens einen Klassiker zu lesen, dennoch gibt es noch viel zu viele Titel, die ungelesen in meinem Regal stehen. Das sollte sich im Februar endlich ändern! Wir es mir nach 28 Klassiker-Tagen ging, möchte ich hier schildern.

Immer wieder musste ich in den letzten Monaten feststellen, dass sich unter den vielen zeitgenössischen Romanen, die ich lese, nur wenige Perlen befinden und nicht mal 10% der gelesenen Bücher in die Kategorie der Klassiker fallen. Oftmals bekommen die Titel von mir 3 Sterne und hinterlassen das Gefühl, die Lektüre hätte nicht unbedingt sein müssen. Mit den Klassikern merkte ich Anfang Februar aber schnell, dass ich mit viel Freude und Energie ein Buch nach dem nächsten verschlang. War die letzte Seite gelesen, bereitete es mir viel Spaß, den nächsten Titel auszuwählen. Nach der Hälfte des Monats stellte sich eine leichte „Klassikermüdigkeit“ ein. Meine „Must Reads“ waren dann schon gelesen und einige Titel offen, die nicht unbedingt spannend klangen.

Ich wollte mich geografisch, genre-spezifisch und historisch nicht beschränken und so las ich querbeet – von Charles Dickens bis Stanislaw Lem, von Jane Eyre bis Klaus Mann.
Zu meinen Highlights gehören definitiv Lems „Die Astronauten“, E.M. Forsters „Wiedersehen in Howards End“ sowie „Erledigt in London und Paris“ von George Orwell. Enttäuscht hat mich leider – trotz großer Erwartungen – Charles Dickens, in dessen Romane („Charles Dickens“, „Der Raritätenladen“) ich einfach nicht richtig reinkam.

Zwar habe ich mir für 2017 eine Liste gemacht, welche klassischen Romane unbedingt gelesen werden müssen, doch diese ist nach wie vor variabel und wird für einen weiteren Klassikermonat zum Ende des Jahres hin noch um einige Titel erweitert.

 

 

Mein Lesemonat Januar 2017

dscn7362Der Januar 2017 war für mich ein durchwachsener Monat. Zwar konnte ich einige Highlights eintragen, musste aber auch drei Bücher abbrechen bzw. kapitelweise überspringen, für die ich mich einfach nicht begeistern konnte oder für die die „Lesezeit“ noch nicht gekommen war („Koloratur“ von Li Er, „Die Bestie von Paris und andere Geschichten“ von Marie-Luise Scherer und „Der Ort, an dem die Reise endet“ von Yvonne Adhiambo Owuor).

Im Januar bestand die Hauptaufgabe darin, meinen Stapel ungelesener Bücher zu reduzieren, da ich den Februar zum Klassiker-Februar erklärt habe und während ich dies schreibe, nur Klassiker lese. Als Klassiker für den Januar hatte ich mir „Madame Bovary“ von Gustave Flaubert ausgesucht, der mir sehr gefiel. Generell möchte ich mehr Klassiker französischer Autoren lesen, daher war der Roman ein guter Startpunkt für das Jahr.

dscn7360Als Highlights bewertete ich „Cox oder der Lauf der Zeit“ (Christoph Ransmayr) und die Sammlung von Reiseberichten „An den äussersten Flüssen des Paradieses“ von Annemarie Schwarzenbuch aus dem Lenos Verlag. Auch der zweite Teil der neapolitanischen Saga „Die Geschichte eines neuen Namens“ von Elene Ferrante durfte nach dem Erscheinen natürlich nicht fehlen und konnte mich erneut mitreißen!

Flop war für mich leider Joël Dickers „Die Geschichte der Baltimores“. Hatte mich der erste Roman des Autos wirklich begeistert und wurde an einem einzigen Tag von mir verschlungen, wirkte dieser Band auf mich zu konstruiert und überzogen – schade!

Nika

Mein Lesemonat Dezember 2016

dscn7280Das Jahr 2016 ist um, doch ein Lesemonat steht noch aus. Im Dezember konnte ich noch einmal einige Bücher von meinem Stapel ungelesener Bücher weglesen und somit auch sub-technisch gut in das neue Jahr starten. Leider war der Monat für mich auch der Monat einer heftigen Erkältung und so musste ich fast eine Woche lang das Bett hüten. Immerhin zum Lesen waren diese Tage förderlich, denn so las ich in weniger Zeit einen Roman von Daphne du Maurier (leider eine Enttäuschung), Haruki Murakamis für mich großartiges „After Dark“, Susan Hills Kurzgeschichtensammlung „The Travelling Bag (die mich leider nicht überzeugen konnte) und mein Highlight des Monats „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ (Joël Becker), das ich trotz der ca. 800 Seiten an einem Tag verschlang.

Klassiker waren in diesem Monat „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt und „Die Glasglocke“ von Sylvia Plath, die mir beide sehr gut gefielen. Mit „Die Physiker“ hat Dürrenmatt für mich ein großartiges Drama geschaffen und auch die Geschichte um die Rückkehr von Claire Zachanassian in ihr Heimatdorf ist erneut definitiv lesens- und sehenswert. Shirley Jacksons „Spuk in Hill House“ kann als Horrorklassiker gesehen werden und war für mich die 4. Erzählung dieser großartigen Autorin. Zwei Tage später musste ich mir mit „Bis das Blut gefriert“ gleich die Verfilmung ansehen, die zwar nicht an den Erzählcharme des Romans rankam, mir aber dennoch genauso gut gefiel.

dscn7282Zum Endes des Jahres wollte ich auch unbedingt noch einige der Romane lesen, die 2016 überall präsent waren: Benedict Wells` „Vom Ende der Einsamkeit“ und Emanuel Bergmanns „Der Trick“ haben von mir beide 4 Sterne bekommen und mich nicht unzufrieden zurückgelassen. Die Bücher, die mich hingegen wirklich enttäuscht haben, waren „Das Casting“ von Ryu Murakami und das bereits zuvor benannte „The Travelling Bag“, dessen Gruselgeschichten für mich zu einfach waren. Mit Ryu Murakami hatte ich gehofft, einen neuen japanischen Schriftsteller für mich zu entdecken, nachdem mein Vorrat an Haruki Murakamis Geschichten fast ausgeschöpft ist. Was könnte da beim gleichen Namen schon schiefgehen? Das dachte ich zumindest, doch „Das Casting“ artete zum Ende hin in genau der Richtung aus, die ich absolut nicht gerne lese.

Seit Mitte Dezember hänge ich an Franz Witzels „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“. In einem Artikel zu diesem Mammutwerk hieß es, das Buch sei unlesbar, doch ich wollte mir unbedingt den Preisträger des Deutschen Buchpreises 2015 ansehen. Nun bin ich mir nicht sicher, ob ich mich wirklich durch die knapp 800 eng beschriebenen, konfusen Seiten kämpfen möchte. Ich breche nur ungern Bücher ab und werde wohl noch ein paar Seiten lesen müssen, bevor ich mich entscheide.

Nika

Meine Lesemonate Oktober & November 2016


dscn7268Meine Lesemonate Oktober und November
waren durch einen längeren Urlaub in China und mehreren beruflichen (Frankfurter Buchmesse und Buch Wien) und privaten Wochenendtrips, bei denen ich viel lesen konnte, wirklich sehr gut, zudem bestanden viele der Bücher aus wenigeren Seiten. Als Klassiker hatte ich mir „Die Schatzinsel“ und „The Turn of the Screw“ ausgesucht, die mich unterhalten, aber nicht unbedingt begeistert haben. Gerade „The Turn of the Screw“ ist eine nette Horrorgeschichte, die zwar nicht unbedingt überraschend, dafür aber immerhin sehr kurzweilig war.

dscn7272Im Oktober hatte ich mir auf der Frankfurter Buchmesse Bodo Kirchhoffs „Widerfahrnis“ und Michael Krügers „Das Irrenhaus“ gekauft, die beide auch direkt gelesen werden mussten und zu meinen Highlights des Monats zählten. Enttäuschend waren im Oktober leider die Bände der zweiten Staffel der Tal-Reihe von Kristina Kuhn, die ich auf dem eReader las. Hatte mich die erste Staffel wirklich mitgerissen, war ich sehr enttäuscht von den folgenden vier Bänden, insbesondere von der Auflösung. Auch „Harry Potter und das verwunschene Kind“ musste ich nach der Veröffentlichung natürlich sofort lesen, bin aber davon wenig beeindruckt gewesen.

dscn7271Der November war durch überwiegend mittelmäßige Romane eher durchwachsen. Highlight war Donna Tartts „Der Distelfink“. Tartts „Die geheime Geschichte“ war einer meiner Höhepunkte dieses Jahres, doch „Der kleine Freund“ war danach leider eine große Enttäuschung. Ich bin sehr froh, dass mir ihre dritte Erzählung wieder so gut gefallen hat. Ein großer Flop des Monats war hingegen leider ein lang gewünschter Neuzugang von der Buchmesse in Frankfurt: „Das Archiv der toten Seelen“ hatte mich durch den Klappentext sofort angesprochen, dann aber sehr enttäuscht. Das Gleiche gilt für Boris Razons „Palladium“, indem der Autor von seine wilden (Alp-)träumen während einer schweren Krankheit berichtet.

Nika

Mein Lesemonat September 2016

dscn7130Leider bin ich mal wieder viel zu spät dran, doch bevor der Lesemonat des Oktobers folgt, möchte ich den September nicht auslassen.
In diesem Monat konnte ich insgesamt 20 Bücher lesen. Dabei war „Augustus“ von John Williams (dtv Verlag) definitiv das Highlight, während meine größte Enttäuschung leider „Die Stadt der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs (Knaur) war. Hatte mir hier der erste Teil sehr gut gefallen, auch durch die Idee, die Geschichte durch Fotos zu verbinden, war die Fortsetzung leider gar nichts für mich. In meinem Empfinden blieben die Charaktere schwach, die Handlung war vorhersehbar und es konnte mich einfach nicht packen.

Mein Fernweh konnte ich mit einigen schnell zu lesenden „Ein Jahr in“-Büchern (Herder Verlag) befriedigen, die ich im September für mich entdeckt habe. „Ein Jahr in Venedig“ war hierbei mein bisheriges Lieblingsbuch der Reihe, während die Stockholm-Ausgabe leider nicht ganz überzeugen konnte.

dscn7132Auf einem Flohmarkt konnte ich „Sieben Minuten nach Mitternacht“ erwerben, von dem ich schon viele positive Stimmen gehört hatte. Das Buch überzeugt auf jeden Fall schon einmal durch die tollen Zeichnungen, doch irgendwie hatte ich zu viel erwartet, sodass ich es schon wieder weitergegeben habe.

Einen Klassiker gab es im September zu meiner Schande leider nicht; der Gedanke war da und der Monat bereits um…

Nika