Mein Lesemonat Dezember 2016

dscn7280Das Jahr 2016 ist um, doch ein Lesemonat steht noch aus. Im Dezember konnte ich noch einmal einige Bücher von meinem Stapel ungelesener Bücher weglesen und somit auch sub-technisch gut in das neue Jahr starten. Leider war der Monat für mich auch der Monat einer heftigen Erkältung und so musste ich fast eine Woche lang das Bett hüten. Immerhin zum Lesen waren diese Tage förderlich, denn so las ich in weniger Zeit einen Roman von Daphne du Maurier (leider eine Enttäuschung), Haruki Murakamis für mich großartiges „After Dark“, Susan Hills Kurzgeschichtensammlung „The Travelling Bag (die mich leider nicht überzeugen konnte) und mein Highlight des Monats „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ (Joël Becker), das ich trotz der ca. 800 Seiten an einem Tag verschlang.

Klassiker waren in diesem Monat „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt und „Die Glasglocke“ von Sylvia Plath, die mir beide sehr gut gefielen. Mit „Die Physiker“ hat Dürrenmatt für mich ein großartiges Drama geschaffen und auch die Geschichte um die Rückkehr von Claire Zachanassian in ihr Heimatdorf ist erneut definitiv lesens- und sehenswert. Shirley Jacksons „Spuk in Hill House“ kann als Horrorklassiker gesehen werden und war für mich die 4. Erzählung dieser großartigen Autorin. Zwei Tage später musste ich mir mit „Bis das Blut gefriert“ gleich die Verfilmung ansehen, die zwar nicht an den Erzählcharme des Romans rankam, mir aber dennoch genauso gut gefiel.

dscn7282Zum Endes des Jahres wollte ich auch unbedingt noch einige der Romane lesen, die 2016 überall präsent waren: Benedict Wells` „Vom Ende der Einsamkeit“ und Emanuel Bergmanns „Der Trick“ haben von mir beide 4 Sterne bekommen und mich nicht unzufrieden zurückgelassen. Die Bücher, die mich hingegen wirklich enttäuscht haben, waren „Das Casting“ von Ryu Murakami und das bereits zuvor benannte „The Travelling Bag“, dessen Gruselgeschichten für mich zu einfach waren. Mit Ryu Murakami hatte ich gehofft, einen neuen japanischen Schriftsteller für mich zu entdecken, nachdem mein Vorrat an Haruki Murakamis Geschichten fast ausgeschöpft ist. Was könnte da beim gleichen Namen schon schiefgehen? Das dachte ich zumindest, doch „Das Casting“ artete zum Ende hin in genau der Richtung aus, die ich absolut nicht gerne lese.

Seit Mitte Dezember hänge ich an Franz Witzels „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“. In einem Artikel zu diesem Mammutwerk hieß es, das Buch sei unlesbar, doch ich wollte mir unbedingt den Preisträger des Deutschen Buchpreises 2015 ansehen. Nun bin ich mir nicht sicher, ob ich mich wirklich durch die knapp 800 eng beschriebenen, konfusen Seiten kämpfen möchte. Ich breche nur ungern Bücher ab und werde wohl noch ein paar Seiten lesen müssen, bevor ich mich entscheide.

Nika

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