Lesemonat August 2016

Im August 2016 habe ich insgesamt neun Bücher gelesen.

prasentation1Einen überraschend tollen Anfang machte „Ehre“ von der türkischen Schriftstellerin Elif Shafak  (* 1971 Straßburg) – erzählt wird die tragische Lebensgeschichte der beiden Zwillingsschwestern Pembe und Jamila, deren Wege sich im Laufe des Lebens zwar trennen, die sich dennoch nie aus den Augen verlieren, bis eine grausame Tat die beiden endgültig auseinander bringt.Man durchlebt während des Lesens ein turbulentes Wechselbad der Gefühle – diese kunstvoll geschriebene Familiengeschichte ist berührend und regt zum Nachdenken an! Eine absolute Leseempfehlung! Bewertung: 5 von 5 Sternen.

Als nächstes folgte ein Kinderbuch: „Die Brüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren (1907 Vimmerby – 2002 Stockholm). Bisher kannte ich von Lindgren lediglich ihre bekanntesten Werke, wie Pippi Langstrumpf, die Kinder von Bullerbü, usw. Bewertung: 4 von 5 Sternen. Jonathan Löwes Bruder Karl, genannt „Krümel“, ist unheilbar krank. Um seine Angst vor dem Sterben zu mindern, beginnt er ihm von einem Land namens „Nangijala“ zu erzählen. Als sein älterer Bruder bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt, wünscht sich Krümel nichts sehnlicher als bei Jonathan zu sein… Bewertung: 4 von 5 Sternen.

Nach zwei sehr schönen Büchern kam leider eine Enttäuschung: „Zurück nach Java“ von Eric Schneider (*1934 Jakarta), der eigentlich Schauspieler ist und damit seinen Debütroman veröffentlicht hat. Worum geht es?  In einem verlassenen Strandhotel begibt sich Ferdy Aronius mit seiner Mutter und ihrem ehemaligen Geliebten, auf eine rührselig-grobe Reise in die Vergangenheit. Weder der Schreibstil noch die Handlung dieses Buches konnten mich überzeugen; auch das etwas seltsame Ende wirkte wie der Abschluss eines schrägen Theaterstückes. Bewertung: 2 von 5 Sternen.

Der talentierte Henning Mankell (1948 Stockholm – 2015 Göteborg) zählt zu meinen Lieblingsschriftstellern, der leider im letzten Jahr seinem Krebsleiden erlegen ist. Mit „Die Rückkehr des Tanzlehrers“ gelang es ihm wieder einen spannenden Kriminalroman zu schreiben; diesmal aber nicht mit seinem weltberühmten Kommissar Wallander. Protagonist ist in diesem Fall der ebenfalls an Krebs erkrankte Polizist Stefan Lindman, der mit seinem Elan den Ermittlern bei einem brutalen Mord an einem seiner Exkollegen, stets einen Schritt voraus ist. Auch in diesem Buch spannt Mankell geschickt einen Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart und bis zuletzt ist dem Leser, durch clevere Wendungen, unklar, wer der Täter sein könnte. Mir gefiel in erster Linie jener Charakterzug von Lindman – zunächst noch fest entschlossen, sich nicht an der Ermittlung zu beteiligen und sich voll und ganz seiner Erkrankung zu widmen, verstrickt er sich immer tiefer in den Fall und versucht damit auch seiner immer größer werdenden Angst vor seiner Rückkehr zu entkommen. Bewertung: 4 von 5 Sternen.

Die Rezensionen der restlichen fünf Bücher: „Anders“ von Anita Terpsta, „Hotel Iris“ von Yoko Ogawa,“Hunkeler und die goldene Hand“ von Hansjörg Schneider, „Das Herz droht mir manchmal zu zerspringen“ von Maria Marc (Herausgeberin: Brigitte Roßbeck) und „Ewige Jugend“ von Donna Leon befinden sich alle schon auf dem Blog!

Alexandra

 

 

 

 

 

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