Buchempfehlung zum Valentinstag: „Liebe am Papierrand“ von Yoko Ogawa

Liebe Leserinnen und Leser!
Anlässlich des heutigen Valentinstages möchte ich hier eine Buchempfehlung aussprechen:

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 Autorin: Yoko Ogawa
Titel: Liebe am Papierrand (Original: Yohaku no ai)
Erscheinungsdatum: 2015 (1. Auflage)
Verlag: Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin
Seitenzahl: 256 Seiten
Genre: Fiktion, Roman, Japan

Biographie des Autors: Yoko Ogawa wurde 1962 in Okayama, Japan geboren. Die berühmte japanische Schriftstellerin schreibt Romane und Erzählungen und wurde dafür schon mit einigen Literaturpreisen ausgezeichnet.

Inhalt: Eine junge Frau aus Japan, welche an einer hartnäckigen Ohrenkrankheit leidet, begegnet bei einem Interview für eine medizinische Fachzeitschrift einem Stenographen, Herrn Y. Im Laufe der darauffolgenden Zeit kommt es immer wieder zu zufälligen Begegnungen, woraus sich eine tiefe gegenseitige Zuneigung entwickelt. Wesentlich durch ihr gestörtes Hörverhalten beeinträchtigt, führt die Protagonistin, deren Namen und Alter nicht genannt werden, ein recht isoliertes Leben, bis sie eines Tages Herrn Y. bittet, ihre Lebensgeschichte auf Papier festzuhalten. Dabei wird ihr mehr denn je bewusst, wie sehr sie sich durch die Vergangenheit und ihre Erinnerungen beeinflussen lässt. Ein zentraler Ort des Romans ist ein Hotel, wo sich der Sohn des ehemaligen Besitzers bei einem tragischen Sturz vom Balkon stark verletzte. Die gemeinsamen Stunden mit Herrn Y lindern das Leiden der Frau und spenden ihr viel Trost. Doch die Seitenzahl des Blockes, worauf Herr Y schreibt ist begrenzt und am Ende des Buches ergibt sich nochmals eine überraschende Wendung der Geschichte.

Persönliche Meinung:
Positiv: Dieser Roman beinhaltet eine gelungene Symbiose als Leichtigkeit und Tiefgang. Die Autorin benützt eine bildhafte Sprache und verleiht der Geschichte, welche ausschließlich in der Ich Perspektive verfasst wurde, durch die Beobachtungsgabe und Feinfühligkeit der Protagonistin, einen besonderen, unaufdringlichen Charme. Der Roman fällt durch seine leisen Töne auf und ich konnte ihn leicht in einem Durchgang fertiglesen. Negativ: Mir hätte es eindeutig mehr zugesagt, wenn das Ohrenleiden weniger im Vordergrund der Geschichte gestanden und dafür die gesamt Handlung etwas abwechslungsreicher gewesen wäre.

Nichtsdestotrotz lege ich dieses Buch vor allem den Liebhabern der japanischen Literatur ans Herzen.

Bewertung: 4 Sterne.

Alexandra

 

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